• NEWSFLASH

    nächstes Lauftraining am Mittwoch, 22.11. um 18.30 Uhr im Sportzentrum   ...   Beginn des Zirkeltrainings am Samstag, 25.11. um 10.30 Uhr in der Eglseehalle

Auerhahntrail

(von Inge Strigl)

Also, ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als im Wald zu laufen. Am besten noch bergauf und bergab und am allerbesten noch über Wurzeln und Steine. So war es nur naheliegend, daß ich mich beim "Auerhahntrail" bei der Veranstaltung des Arberlandultra bereits im Frühjahr angemeldet habe.

35 km und 1500 Höhenmeter, als Überschrift auf der Homepage des Arberlandultra stand: "Der Weg ist das Ziel!" - genau mein Motto. Weiter stand da:
"Das Laub raschelt unter den Laufschuhen, der eigene Atem bildet kleine Wölkchen in der herbstlich kühlen Luft, dunkelorange flimmern Sonnenstrahlen durch den Blätterwald und tauchen die Strecke in ein weiches Licht und plötzlich steht man oben am Gipfel."
Wer kann da schon nein sagen, ich nicht.

Nach einer kurzen Rucksackkontrolle, es war ein Erste-Hilfe-Set, eine Rettungsdecke und ein Handy gefordert, stand ich nun, nervös ohne Ende, am Start. Nach einem kurzen Briefing wurden wir pünktlich um 10 Uhr auf die Strecke geschickt. Nach den ersten Metern eine Straße hinauf tauchten wir ins Abenteuer. Mir war bewußt, dass zwei Drittel der Höhenmeter auf den ersten 12 km zu bewältigen waren. So ging es im flotten Schritttempo den Berg hinauf.
Ein letztes steiles Stück und der erste Gipfel war erklommen. Der kleine Arber, ein Ausblick, der Wahnsinn. Ebenso steil, steinig und wurzelig ging es wieder hinab. Nur um dann wieder, am Schluß sogar mit Stufen, sich den Arber hochzukämpfen. Steinig und wurzelig, später dann gut laufbar, ging es zum Arbersee hinab. Dort wartete eine der gut bestückten Verpflegungsstationen auf uns. Es war deutlich zu erkennen, dass die Organisatoren echte Profis waren.

Gespannt wie es nun weitergehen würde, machte ich mich auf den Weg zum Mittagsplatzl hoch. Froh, auch einmal nur einen breiten Forstweg zu laufen, ging es bald wieder auf einen gut laufbaren Trail der traumhaften Aussicht am Mittagsplatzl entgegen, die ich für eine kurze Fotopause nutzte.
Ich wußte nun, dass ca. 1400 von den 1500 Höhenmetern geschafft waren. So tragisch kann es also nicht mehr werden. Pustekuchen - die letzten Höhenmeter waren dann noch anstrengend, aber ganz nach meinem Geschmack über Pfade zu den Rießlochfällen. Da ich aber unter sechs Stunden bleiben wollte, nahm ich mir keine Zeit mehr für weitere Fotos.

Nur noch bergab ging es die letzten Kilometer zum Ziel. Jetzt teilten mir meine Beine mit, dass es langsam genug wäre, denn es waren ja auch 1500 Höhenmeter bergab. So kam ich erschöpft, aber nicht total verausgabt und glücklich im Ziel an.
Fazit: Die Strecke war fordernd, aber auch für mich machbar. Froh, dass auch Läufer in meiner Leistungsklasse am Start waren und ich nicht wie befürchtet als allerletzte ins Ziel kam. Froh, mich wieder mal was getraut zu haben.

aht 1 aht 2
aht 3 aht 4