Gelungener Saisonabschluss für Alfred Schwabl

Ein Bericht von Alfred zum Start über die Langdistanz (3,8 km S/185 km R/42,2 km L) beim Ironman Emilia Romagna (Italien).

Alfred IronItal TVHomepage

Am 23.09. startete ich beim Ironman Emilia Romagna in Italien. Nachdem ich den letzten Trainingsblock mit meinem ersten Podestplatz beim stark besetzten Triathlon in Höchstadt abschließen konnte, reiste ich mit viel Selbstbewusstsein nach Italien. Besonders zufrieden war ich mit meiner aufsteigenden Laufform, nachdem ich erst im März aufgrund einer langwierigen Verletzung mit dem Lauftraining beginnen konnte.

Meine Frau und ich reisten bereits 10 Tage vor dem WK nach Cervia, damit ich mich mit der Wettkampfstrecke vertraut machen konnte. Unser Hotel lag direkt an der Laufstrecke, sodass wir immer am Ort des Geschehens waren. Die Wetterbedingungen und die Vorhersage für den Wettkampftag konnten nicht besser sein. 23 ° und Sonnenschein, davon träumt jeder Sportler. Einziger Wermutstropfen waren die zum Teil katastrophalen Straßenzustände in der Region.

Der Startschuss fiel um 7:45 Uhr mit einem Rolling Start, d. h. dass alle 5 Sekunden 6 Starter in die Adria geschickt wurden. Mit dieser Startmethode möchte man die riesigen Startfelder entzerren, was bei allen Triathleten auf großen Zuspruch stößt. Es waren insgesamt 2 Runden in der Adria zurückzulegen. Diese wurden mit einem kurzen Landgang nach 2,2 km unterbrochen. An diesem Tag war das Meer sehr ruhig, sodass ich nach 54:58 min. aus dem Wasser stieg. Dies bedeutete eine enorme Verbesserung meiner persönlichen Bestzeit. Voller Vorfreunde lief ich in Richtung der Wechselzone, die mit 1,1 km Länge die längste im kompletten Ironmanzirkus ist. Die Wechselzeit von 6 min. spiegelte das wieder.

Auf dem Rad wurden 2 Runden mit jeweils 92 km gefahren. Ich fuhr von Anfang an ein konstantes Tempo, sodass ich während der 185 km immer mehr zulegen konnte. Während der 2. Radrunde hatten wir teilweise mit böigem Wind zu kämpfen, der immer stärker wurde. Zudem musste man aufgrund der schlechten Straßenzustände immer konzentriert fahren. Nach 4:58 Stunden erreichte ich wieder die Wechselzone. Dies entsprach einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 37 km/h.

Nach einem schnellen Wechsel ging es auf die Laufstrecke. Hier mussten 4 Runden in und um die Hafenstadt Cervia zurückgelegt werden. Die ersten Meter fühlten sich so gut an, dass ich unter den enthusiastisch feiernden Zuschauern den ersten Kilometer in 3:48 Minuten lief. Nach dem Rennen erfuhr ich, dass ich die ersten Kilometer schneller lief, als der Gesamtsieger Andras Dreitz. Ich versuchte rotzdem das Tempo hochzuhalten, da ich unter den Top 5 in meiner Altersklasse lag und somit eine ralistische Chance auf die Qualifikation zur IRONMAN WM auf Hawaii hatte. Die erste Runde legte ich in 44 Minuten zurück, den Halbmarathon gar in 1:33 Stunden. Von nun an merkte ich jedoch, dass sich meine Oberschenkelmuskulatur verhärtete. Ab km 21 musste ich aufgrund von massiven Krämpfen Gehpausen einlegen und mich an den Versorgungsstellen dehnen. In der vierten und letzten Runde konnte ich wieder ein wenig beschleunigen, rannte nach 3:27 Stunden auf den roten Zielteppich und war überglücklich nach 9:30 Stunden gefinisht zu haben. Trotz der Probleme in der zweiten Marathonhälfte konnte ich meine bisherige Marathonzeit deutlich verbessern. Ein großer Dank geht vor allem an meinen Schwager Michael Gruber, der extra den weiten Weg gefahren ist um mich besonders auf der Laufstrecke zu unterstützen, "Grazie".

In meiner Altersklasse AK 30 landete ich auf dem 12. Platz (300 Starter) und in der Gesamtwertung aller 2.600 Starter belgte ich Rang 79. Für die Qualifikation zur WM hat es leider nicht gereicht, da diesmal nur 3 Plätze in meiner AK zu vergeben waren.

Jetzt heißt es erstmal 7 Wochen Pause, bevor die Vorbereitung für den Ironman Zürich am 29.07.2018 beginnen. Hier ist das Ziel klar - die Qualifikation zur Ironman WM auf Hawaii 2018.